22. + 23. April 2027 - jeweils 9:00 - 12:00 Uhr - Online-Seminar
Gewalt und Trauma
Referent: Alexander Korritko
1. Tag: Trauma und Trauma-Dynamik
Im ersten Teil der Weiterbildung wird es darum gehen, die Auswirkungen von Gewalt-Traumata auf die Neurobiologie, den Körper und die Psyche von Menschen zu vergegenwärtigen. In besonderer Weise werden Kinder durch Gewalt (oder auch Vernachlässigung) in ihrer Entwicklung geschädigt, ob als Opfer oder als Zeugen häuslicher Gewalt. Auch später geraten sie immer wieder durch so genanntes „angetriggert sein“ in emotionale Ausnahmezustände und körperliche Alarmreaktionen, ohne dies kognitiv erfassen oder steuern zu können.
2. Tag: Umgang nach Gewalt
Am zweiten Vormittag wird der Frage nachgegangen, inwiefern sich vergangene Trauma-Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen nach Ende der Gewalt auf Umgangskontakte aus-wirken. Hier scheint es bedeutsam, nicht nur auf implizite Erinnerungen der Kinder zu schauen, sondern auch auf Schieflagen in juristischen Verfahren, in denen aus Gewalttätern, vor denen Mütter und Kinder vorher zu Recht geschützt werden, nach einer Trennung oder Scheidung wertvolle Väter werden, zu denen ein Umgangskontakt unbedingt unterstützt werden soll. Es wird auch auf das Spannungsfeld zwischen dem Recht des Kindes auf Schutz (§ 1631 BGB) und dem Recht von Eltern auf Umgang (§ 1684 BGB) eingegangen.
Zielgruppe:
Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, Verfahrensbeisänd*innen, Fachämwält*innen fürs Familienrecht, Richter*innen, Sozialpädagogen und Interessierte aus benachbarten Berufsgruppen
Ablauf und Informationen
Termin:
Datum: 22. April + 23. April 2027
Uhrzeit: jeweils 09:00 - 12:00 Uhr
Ort: Online
Fortbildungspunkte:
Fachanwälte können Fortbildungspunkte sammeln
Teilnahmebescheinigung:
Teilnehmer*innen erhalten im Anschluss eine Teilnahmebescheinigung
Kosten: 245,00 Euro zzgl. MwSt.
Gruppenrabatte und Ermäßigungen sind möglich. Bitte sprechen Sie uns an.

Referent
Dipl. Sozialarbeiter und Paar- und Familientherapeut; Systemischer Lehrtherapeut und Lehrsupervisor (DGSF); Trauma-Fachberater (DeGPT); 37jährige Tätigkeit in einer kommunalen Jugend-, Familien- und Erziehungsberatungsstelle, Mitbegründer des Zentrums für Psychotraumatologie und Traumazentrierte Psychotherapie Niedersachsen (zptn); Referententätigkeit und Fortbildungen in Deutschland, Österreich, Schweiz, Luxemburg, Ukraine, China.
Autor zum Trauma-Thema, zahlreiche Artikel in Fachzeitschriften und Fachbüchern; vier eigene Buch-Veröffentlichungen, zuletzt: „Das Elternbuch. Posttraumatische Belastungen bei Kindern und Jugendlichen. Erkennen. Verstehen. Lösen.“ Carl Auer, Heidelberg, zweite Auflage 2024, Übersetzungen davon ins Ukrainische, Russische und Chinesische.
